Seidenschrei»

  • Sylvia Nopper – Sopran
  • Klara Tomljanovič – Gitarre

Sängerin Sylvia Nopper und die Gitarristin Klara Tomljanovič haben sich 2011 zum Duo Seidenschrei zusammengefunden. Seidenschrei – dieser kaum bekannte, doch jahrhundertealte Begriff bezeichnet das Knistern von Seide, wenn man in sie hineingreift. Und so steht der Name des Duos programmatisch: mit derselben Lust und Zartheit, die dieser Berührung innewohnt, wenden sich die beiden Interpretinnen in zumeist selten gehörten Trouvaillen der kleinsten und feinsten Gattung der Musik zu, dem Lied. Neben traditionellen Volksmelodien, temperamentvollen spanischen Gesängen, flirrenden Klanggemälden und delikaten Liebesliedern lassen sie in ihren Programmen auch freche Chansons und unerhört Neues erklingen.

“Sylvia Nopper und Klara Tomljanovič erwiesen sich als ein hervorragend aufeinander eingespieltes Team, das mit ausgeprägtem Feinsinn die Stimmungen der Lieder wiedergibt und mit unbeschreiblichem Einfühlungsvermögen dem Zuhörer den Gehalt der Lieder vermittelt.“

Die Liebe fängt erst an…” – in diesem Liederreigen, der die Liebe besingt, sind Werke von der Renaissance bis zur Moderne zu hören. Nicht das gängige Repertoire ist hier programmiert, sondern weniger bekannte, kostbare Miniaturen, die die Liebe in all ihren Facetten beleuchten.

Sylvia Nopper, Sopran

Sylvia Nopper

Ob satten Schöngesang oder brüchige Mehrklänge – aus dem Mund der Sängerin Sylvia Nopper klingt sowohl das eine als auch das andere absolut überzeugend. Ihre kreative Neugierde und Entdeckerfreude machen sie dabei zur idealen Interpretin zeitgenössischer Musik. So ist es nicht überraschend,
dass die meisten der über 150 Werke von Solo bis Oper, die sie mittlerweile uraufgeführt hat, auch für sie geschrieben sind. Die Neue Musik führte sie regelmässig an Festivals weltweit. Sie musizierte dabei mit Dirigenten wie Heinz Holliger, Jürg Wyttenbach oder Pierre Boulez, mit dem Ensemble Modern Frankfurt, Intercontemporaine Paris, Klangforum Wien, Phoenix Basel, Contrechamps Genève, den Swiss Chamber Soloists sowie mit vielen renommierten Orchestern und Solisten.

Mit der gleichen Hingabe widmet sich Sylvia Nopper ihrer zweiten grossen Liebe, der Kammermusik. Mit einem enormen Reichtum an Klangfarben und dynamischen Möglichkeiten bewegt sie sich dabei mühelos durch die verschiedensten Stile der letzten 500 Jahre. Schwerpunkte bilden dabei Lieder und Kammermusik des 19. und 20. Jahrhunderts.

CD-Einspielungen bei ECM, NEOS oder Musiques Suisses sowie zahlreiche Radioaufnahmen dokumentieren die Begeisterung, mit der sich die Sängerin immer wieder der Herausforderung stellt, vermeintliche Grenzen zu überschreiten und in unbekannte musikalische Gefilde vorzudringen, neue Perspektiven zu erschliessen und Unmögliches möglich zu machen.

Als leidenschaftliche Dozentin für Gesang und Neue vokale Kammermusik gibt Sylvia Nopper an der Hochschule und Musikschule der Musik-Akademie Basel ihre sängerische Erfahrung weiter.

www.sylvianopper.net

Klara Tomljanovič, Gitarre

Die slowenische Gitarristin Klara Tomljanovič absolvierte Ihre musikalischen Studien bei Sonja Prunnbauer an der Hochschule für Musik Freiburg und an der Musik-Akademie Basel bei Oscar Ghiglia. Mit dem Gitarrenquartett Aleph, dem sie 14 Jahre angehörte, wurde sie schon zu Studienzeiten an Festivals für zeitgenössische Musik in ganz Europa und Asien eingeladen. Währenddessen wurden für das Quartett u.a. Stücke von Vinko Globokar, Nocolas A. Huber, Beat Furrer, Georg Friedrich Haas, Helmut Oehring und Martin Smolka komponiert.

Seit 2012 ist die Musikerin festes Mitglied des Ensemble Experimental SWR, mit dem sie regelmässig Uraufführungen realisiert. Daneben konzertiert sie mit dem Ensemble Mosaik, Slowind Ljubljana, mit der Akademie des Ensemble Modern sowie dem Radio Sinfonieorchester Stuttgart, dem Orchester der slowenischen Philharmonie oder dem Orchester des slowenischen Rundfunks. Projekte in verschiedenen Duo- und Trio-Formationen runden die musikalische Bandbreite von Klara Tomljanovič ab.

Ihre Solo- und Kammermusik-Programme sind vor allem durch Werke des 20. und 21. Jahrhunderts geprägt, die sie, wie auch das klassische Repertoire, mit sinnlicher Präsenz, grosser Musikalität und hohem technischem Können interpretiert.

Die Gitarristin unterrichtet eine Klasse für Gitarre am Badischen Konservatorium Karlsruhe sowie am Musik- Gymnasium Münchenstein. Mehrere ihrer Schüler sind Preisträger von Wettbewerben.

www.klaratomljanovic.com

Programme: “Die Liebe fängt erst an”

  • John Dowland (1563-1626) – The Firste Booke of Songes: Come again (Anon.)
  • Chansons Traditionnelles / Arr. Siegfried Behrend (1933-1990) – Bergerettes: L’amour s’envole, Aminte, Maman, dites-moi Jeunes Filettes
  • Isaac Albeniz (1860-1909) – Suite española op.47: Granada (Serenata)
  • Benjamin Britten (1913-1976) – Folksong Arrangements: I will give my love an apple

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